Paul Baumgarten

Paul Baumgarten, rechts, bei der Verleihung des Berliner Kunstpreises 1960. Bundesarchiv, B 145 Bild-P057014/CC-BY-SA 3.0
Paul Baumgarten, rechts, bei der Verleihung des Berliner Kunstpreises 1960. Bundesarchiv, B 145 Bild-P057014/CC-BY-SA 3.0

Paul Reinhold Baumgarten (1900-1984) studierte von 1919 bis 1924 Architektur an der TH Danzig, anschließend an der TH Berlin. Danach arbeitete er im Architekturbüro Mebes & Emmerich in Berlin. Ab 1928 daneben mit eigenen Aufträgen beschäftigt, hatte er sich 1932 selbständig gemacht. Ab 1934 baute er als Leiter der Bauabteilung der Müllabfuhr AG unter anderem die Müllverladestation in Berlin-Charlottenburg, ein überzeugendes Beispiel des Neuen Bauens während der NS-Zeit. In der denkmalgeschützten Anlage befindet sich heute das Architekturbüro Kleihues & Kleihues. Von 1937 bis 1945 war Baumgarten Leiter des Hochbaubüros der Bauunternehmung Philipp Holzmann AG, seit 1942 daneben Hochschullehrer an der HdK Berlin.

 

 

 

VON DER MÜLLVERLADESTATION ZUM ARCHITEKTURBÜRO

[Quelle: Broschüre Kleihues & Kleihues]
[Quelle: Broschüre Kleihues & Kleihues]

Der Bau [der Müllverladestation von Paul Baumgarten 1937] vereinte schon während der Zeit seiner Entstehung Tradition mit Moderne und ist in seiner technischen Anlage ohne Vorbild. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde sie ohne grössere Unterbrechungen in seiner ursprünglichen Nutzung belassen. Mit der Einführung von motorisierten Fahrzeugen war die Notwendigkeit einer Abfallverladung auf Schiffe nicht mehr relevant und der Betrieb wurde eingestellt. 1986 wollte die BSR (Berliner Stadtreinigung] das Gebäude abreissen, da sie für das Gebäude keine weitere Verwendung hatte.

[Quelle: Broschüre Kleihues & Kleihues]

[Foto: R. Saalfeld 2018]
[Foto: R. Saalfeld 2018]
[Foto: R. Saalfeld 2018]
[Foto: R. Saalfeld 2018]
[Foto: R. Saalfeld 2018]
[Foto: R. Saalfeld 2018]

Der Architekt Josef Paul Kleihues übernahm das Gebäude daraufhin, restaurierte es und baute die Anlage zu einem Architekturbüro um. 1988 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.

[Quelle: Broschüre Kleihues & Kleihues]


[UdK Konzertsaal, Foto: R. Saalfeld 2017. Panoramafrei]
[UdK Konzertsaal, Foto: R. Saalfeld 2017. Panoramafrei]
[UdK Konzertsaal, Foto: R. Saalfeld 2017. Panoramafrei]
[UdK Konzertsaal, Foto: R. Saalfeld 2017. Panoramafrei]
[UdK Konzertsaal, Foto: R. Saalfeld 2017. Panoramafrei]
[UdK Konzertsaal, Foto: R. Saalfeld 2017. Panoramafrei]
[UdK Konzertsaal, Foto: R. Saalfeld 2017. Panoramafrei]
[UdK Konzertsaal, Foto: R. Saalfeld 2017. Panoramafrei]

[UdK Konzertsaal, Foto: R. Saalfeld 2017. Panoramafrei]
[UdK Konzertsaal, Foto: R. Saalfeld 2017. Panoramafrei]

Der Auftrag zum Wiederaufbau des Konzertsaales der Musikhochschule, heute in die Universität der Künste Berlin integriert, ging 1949 nach einem Wettbewerbserfolg an Paul Baumgarten.  Die rasterförmige Verglasung der Eingangsfassade gibt den Blick frei auf das blickgreifende Wandgemälde und die raumbestimmende Plastik, die in Kombination von zeitgenössischer Bauform und Kunst einen wichtigen Eckstein deutscher Nachkriegsarchitektur darstellt. Das Gebäude wurde 1954 fertiggestellt und steht seit 1995 unter Denkmalschutz.